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Digitales Hessen - Smarte Region
NEWSLETTER
März 2026
Liebe Smart Region-Community,

die Digitalisierung der hessischen Städte und Regionen schreitet weiterhin rasant voran. In ganz Hessen wird an der digitalen Transformation gearbeitet. Doch wie stellen wir sicher, dass all die innovativen Digitalisierungsprojekte tatsächlich den gewünschten Nutzen für Bürgerinnen und Bürger, Verwaltung, Wirtschaft und Umwelt stiften? Im Fokus dieser Ausgabe steht das Thema: Wirkungsmessung kommunaler Digitalisierungsprojekte, der Schlüssel, um aus digitalen Leuchtturmprojekten nachhaltige Erfolgsgeschichten zu machen. Es geht darum, nicht nur zu machen, sondern auch zu messen, ob die umgesetzten Projekte ihre Ziele erreichen und langfristig zu Ressourcenschounung, mehr Lebensqualität und Effizienz beitragen, und darüber eine bessere Steuerungsmöglichkeit zu erhalten. Doch wie gelingt es, den Mehrwert digitaler Projekte in Ihrer Kommune systematisch zu messen? Mehr dazu erfahren Sie im Leitartikel unten.

Wir laden Kommunen herzlich ein, die sich mit der Wirkungsmessung befassen, Ihre Erfahrungen und Lösungen im Bereich der Wirkungsmessung mit uns und mit anderen Kommunen zu teilen. Senden Sie uns hierfür einfach eine Mail mit kurzen Informationen zu Ihrem Ansatz der Wirkungsmessung an info@smarte-region-hessen.de.

Am 12. März findet zum Thema Wirkungsmessung ein virtueller Erfahrungsaustausch von und für Kommunen statt. Hier sind alle interessierten Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen herzlich eingeladen.

Der persönliche Austausch steht auch bei der Veranstaltung Test & Taste - Gesundheitsedition des Smart Region Hubs Bad Nauheim am 12. März im Fokus. Acht neue Anwendungen aus der Gesundheitsbranche werden dort live getestet und diskutiert. Ein interaktiver Abend, an dem Sie Innovationen hautnah erleben und mit Ihrem praxisnahem Feedback an die Gründerinnen und Gründer unterstützen können.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Freude beim Lesen des Newsletters.
Ihr Team der Geschäftsstelle Smarte Region
Leitartikel
Wirkungsanalyse
Wirkung messen statt nur umsetzen: Wissen Sie, was ihre digitalen Projekte wirklich bringen?
Die Digitalisierung der hessischen Kommunen und Regionen hat eine enorme Dynamik angenommen. Von intelligenten Beleuchtungs- und Starkregen-Frühwarnsystemen bis hin zu umfassenden digitalen Verwaltungsleistungen, die Investitionen in die Smart City sind beträchtlich. Dies gilt auch für die Förderung smarter Kommunen und Regionen im Programm Starke Heimat Hessen. Von 2021 bis 2025 wurden hier 125 Vorhaben mit einem Volumen von insgesamt 96,2 Millionen Euro bewilligt. Die Breitenwirkung des Programms ist signifikant: 178 von 421 hessischen Gemeinden und Städte, alle sechs kreisfreien Städte sowie 19 von 21 Landkreisen konnten bislang direkt von der Förderung profitieren. Weitere Kommunen haben erprobte Technologien auch ohne Landesförderung umgesetzt, da unsere Best-Practice-Datenbank einen guten Überblick über die umgesetzten Projekte gibt und eine einfache Nachnutzung ermöglicht. Doch der eigentliche Wert dieser digitalen Transformation liegt nicht in der reinen Installation neuer Technologien, sondern in den nachweisbaren, positiven Effekten für Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft, Umwelt und Verwaltung. Genau hier setzt die Wirkungsmessung an. Die systematische Erfassung der Wirkung ist der entscheidende Schritt, der digitale Pilotprojekte in nachhaltige, skalierbare Erfolgsgeschichten verwandelt. Es geht darum, Transparenz zu schaffen und nachzuweisen, dass eingesetzte Steuergelder tatsächlich zur nachhaltigen Daseinsvorsorge und zur Verwaltungsdigitalisierung beitragen.
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Aus der Praxis
Smart Traffic Management im Rheingau-Taunus-Kreis: Echtzeitdaten machen den ÖPNV planbarer – für Fahrgäste und Betrieb
Rheingau-Taunus-Kreis
Wie voll ist der Bus wirklich? Wo gibt es noch Sitzplätze – und ist Platz für Kinderwagen, Rollstuhl oder Fahrrad? Genau diese Fragen sollen Fahrgäste im Rheingau-Taunus-Kreis (RTK) künftig verlässlich beantworten können – bevor sie einsteigen. Mit dem Projekt Smart Traffic Management (STM) entsteht dafür eine neue digitale Grundlage: Ein automatisches Fahrgastzählsystem soll in allen Bussen des lokalen ÖPNV die tatsächliche Auslastung erfassen und transparent machen.


Abbildung: (c) Rheingau-Taunus-Kreis
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Aus der Praxis
Kommunen setzen auf Digitalisierung
Gerauer Land
Am Anfang stand die Installation von Sensoren an drei winterlichen Gefahrenstellen der drei Kommunen Nauheim, Trebur und Büttelborn im Gerauer Land. Die Laser- und InGround Sensoren wurden eine ganze Wintersaison lang getestet. Gemeinsam mit den Mitarbeitenden der Bauhöfe beobachteten wir die Messungen, prüften die Alltagstauglichkeit und verglichen die Sensortypen direkt miteinander. Die praktischen Erfahrungen aus dieser Pilotphase flossen unmittelbar in die spätere Ausschreibung der Hardware und auch Softwarelösung ein. Ein Musterbeispiel interkommunaler Zusammenarbeit, zentral gesteuert über das Wasserwerk Gerauer Land.

Abbildung: (c) HMD
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3 Fragen an:
Steffen Hess
Noch bis Ende März leitet Steffen Hess die Hauptabteilung „Digital Innovation & Smart City“ am Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern. Er hat die Smart City-Szene in Deutschland wesentlich geprägt. Zum Abschied hat er uns einige Fragen beantwortet – vielen Dank, Steffen, nicht nur für diese Antworten, sondern den wertvollen Support in den vergangenen Jahren! - Abbildung: (c) privat
Du hast die Smart City-Bewegung von Beginn an mitgestaltet und das Thema bundesweit stark geprägt. Wie hat sich das Thema seitdem entwickelt?
Wenn ich auf die Entwicklung der Smart City-Bewegung in Deutschland zurückblicke, dann sehe ich vor allem eines: Sie ist wesentlich reifer geworden. Am Anfang standen viele Schlagworte im Raum – Smart City, Digitale Stadt, Smart Region, Urbane Datenräume, you name it. Die Begriffe ändern sich ständig, aber die zentralen Themen bleiben: Wie gestalten wir Zukunft? Wie sichern wir Daseinsvorsorge? Wie schaffen wir Teilhabe? Wie organisieren wir Zusammenarbeit?

Heute diskutieren wir viel weniger über Technik und viel mehr über Wirkung, Organisation, Governance und Zusammenarbeit. Eine Entwicklung finde ich besonders spannend, und ich nutze gern eine Fußball Analogie:

Früher hatten manche Kommunen untereinander eine Art „Rivalität wie im Derby“ – wenn die Nachbarkommune im Digitalisierungsthema aktiv war, war man eher zurückhaltend, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Jeder wollte sein eigenes Spiel spielen. Heute ist das komplett anders. Die meisten verstehen inzwischen: Digitalisierung gewinnt man nicht allein, sondern nur im Team.

Ein beeindruckendes Beispiel ist für mich die interkommunale Zusammenarbeit im Odenwald. Kommunen wie Oberzent, Michelstadt, Lützenbach, Eberbach und wie sie alle heißen haben erkannt, dass sie gemeinsam viel mehr erreichen können als einzeln. Statt Konkurrenzdenken gab es plötzlich Co Creation:

– gemeinsames Denken,
– gemeinsames Entwickeln,
– gemeinsame kreative Lösungen.

Das wäre vor ein paar Jahren so nicht denkbar gewesen. Heute aber zeigt genau dieses Beispiel, wie partnerschaftlich, reif und lösungsorientiert sich Deutschlands Smart City Landschaft entwickelt hat. Und das stimmt mich extrem optimistisch.
Wie hat sich die Rolle der angewandten Forschung in den vergangenen Jahren entwickelt/verändert?
Die angewandte Forschung hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Übersetzer und Brückenbauer zwischen Technologie und kommunaler Realität entwickelt. Früher wurden Forschungsberichte oft „für die Schublade“ erstellt. Heute geht es darum, Lösungen in die Praxis zu bringen:

– praxistaugliche Methoden,
– Werkzeuge wie Reifegradmodelle,
– Messbarkeit von Wirkung,
– Transfer in kleine und mittlere Kommunen.

Gerade im Bereich Smart City und digitale Daseinsvorsorge ist die angewandte Forschung heute ein Katalysator, der Kommunen hilft, Technologie, Organisation und Strategie zusammenzubringen. Rund um die Konferenz „Interdisziplinäre Perspektiven auf die Smart City“ (IPSC), die bei uns in Kaiserslautern am Fraunhofer IESE stattfindet, hat sich sogar eine deutsche Forschungscommunity entwickelt, die Ansätze aus der Digitalisierung, der Stadt- und Raumentwicklung zusammenbringt.
Gab es eine Entwicklung, die Dich in den vergangenen Jahren besonders überrascht hat?
Überrascht hat mich, wie schnell sich das Mindset in den Kommunen geändert hat. Viele Städte und Landkreise, die früher eher zurückhaltend waren, haben innerhalb kurzer Zeit enorme Innovationsfreude entwickelt. Dies gilt insbesondere auch für kleine Kommunen, die mutig vorangegangen sind und Digitalisierung pragmatisch angepackt haben — ohne großes Budget, aber mit klarem Fokus. Und: Dass der ländliche Raum heute teilweise schneller und konsequenter digitalisiert als manche Großstadt, hätte ich vor ein paar Jahren nicht erwartet.

Weitere Fragen an Steffen Hess
Ankündigung
Module der Smart City Akademie
Die Smart City Akademie ist Teil der Koordinierungs- und Transferstelle Modellprojekte Smart Cities (KTS) des Bundes. Die kostenfreien, virtuellen Angebote rund um Themen zu smarten Städten und Regionen richten sich an Mitarbeitende aus Kommunen. Auch in diesen Angeboten gibt es einen Kurs zu der Wirkungsmessung von Smart City Maßnahmen, den wir Ihnen empfehlen möchten.

Die KTS ist die zentrale Anlaufstelle für die Modellprojekte Smart Cities (MPSC) und alle Kommunen in Deutschland. Sie gestaltet und steuert den Transfer von Smart-City-Lösungen in die breite kommunale Praxis. Von diesem Wissen, den Erfahrungen und Lösungen, sollen langfristig alle Kommunen in Deutschland profitieren.
Mehr Information
Ankündigung
LBIT Online-Austausch zur barrierefreien Gestaltung von Webseiten
Seit September 2024 bietet das Landeskompetenzzentrum Barrierefreie IT (LBIT) einen erfolgreichen Online-Austausch zur barrierefreien Gestaltung von Webseiten für die hessische Landesverwaltung an. Der Online-Austausch wird im Jahr 2026 in einer weiteren Reihe speziell für hessische Kommunen neu gestartet.

Das Beratungsteam des LBIT lädt Sie herzlich zur Online-Veranstaltungsreihe „Barrierefreie Gestaltung von Webseiten“ ein. Den Auftakt bildet eine Einführungsveranstaltung am 18. März 2026.

Die als Online-Konferenz konzipierte Reihe befasst sich mit zentralen Aspekten der barrierefreien Gestaltung kommunaler Webauftritte. Jede Sitzung setzt einen thematischen Schwerpunkt und beleuchtet praxisnah unterschiedliche Fragestellungen – mit dem Ziel, Kommunen bei der barrierefreien Umsetzung ihrer Online-Präsenz bestmöglich zu unterstützen.

Weitere Termine werden regelmäßig im Newsletter bekannt gegeben und zusätzlich auf der Veranstaltungsseite des LBIT veröffentlicht.

Mehr Information und Anmeldung
TERMINE
Donnerstag
ERFA - Wirkungsanalyse
Online
Donnerstag
Test & Taste - Innovation Gesundheitswirtschaft
Bad Nauheim
Mittwoch
LBIT Online-Einführung: Barrierefreie Gestaltung von Webseiten
Online
Dienstag
ERFA - Verwaltungsdigitalisierung
Online
Mittwoch
Smart Region" - kurz und bündig
Online
Donnerstag
„Open Data" - kurz und bündig
Online
Donnerstag
Gigabitgipfel Hessen 2026
Wiesbaden
Montag
„Digitale Städte - Digitale Regionen" - Save-the-Date 2026
Marburg an der Lahn
AKTUELLES
Geschäftsstelle
Smarte Region Hessen:

Hessisches Ministerium
für Digitalisierung und Innovation

Taunusstraße 3
65183 Wiesbaden

E-Mail: info@smarte-region-hessen.de
Internet: www.smarte-region-hessen.de

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