Hessisches Ministerium für Digitalisierung und Innovation

Hessen plant Drohnenkompetenzzentrum am Kassel Airport

Digitalministerium fördert innovatives Projekt zur Bündelung von Forschung, Erprobung und Anwendung

Wiesbaden. Die Technische Universität Darmstadt wird mit Unterstützung der Hessischen Landesregierung am Kassel Airport ein Drohnenkompetenzzentrum aufbauen. Am Flughafen in Calden sollen Forschung, Erprobung, Qualifizierung und Anwendung an einem Standort gebündelt werden. Ziel ist es, innovative Drohnentechnologien schneller in die Praxis zu überführen. Die Eröffnung des Zentrums ist noch für 2026 vorgesehen. Die Förderung in hoher einstelliger Millionensumme soll vor allem aus Mitteln des Programms Distr@l des Digitalministeriums und mit Mitteln des EFRE-Programms 21+ der Europäischen Union erfolgen.

„Der ressortübergreifende hessische Weg hat sich als echtes Erfolgsmodell erwiesen. Das Drohnenkompetenzzentrum stärkt Hessens Innovationskraft und unsere technologische Souveränität. Gemeinsam gestalten wir die digitale Zukunft Hessens und freuen uns, mit dem Finanzministerium den Standort Calden nachhaltig attraktiver gestalten zu können“, sagte Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus.

„Mit der strategischen Weiterentwicklung des Flughafens schaffen wir eine dauerhaft verfügbare Infrastruktur für moderne Drohnen- und Sicherheitstechnologien. Dass daraus nun ein konkretes Zukunftsprojekt entsteht, ist ein starkes Signal für Innovation, Forschung und Wertschöpfung in Nordhessen. Besonders freut mich, dass die wissenschaftliche Expertise für das Drohnenkompetenzzentrum aus Hessen selbst kommt. Das Land investiert damit in kluge Köpfe und zukunftsfähige Technologien. Zugleich zeigt das Projekt, welches Potenzial in neuen, praxisnahen Nutzungsperspektiven für den Standort steckt“, betonte Finanzstaatssekretär Dr. Till Kaesbach, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Flughafens in Calden ist.

Prof. Dr. Tanja Brühl, Präsidentin der TU Darmstadt: „Die TU Darmstadt bringt ihre anerkannte Kompetenz in Forschung und xchange im neuen Zentrum gezielt ein. Wissenschaftliche Innovationen für mehr Resilienz können in einer attraktiven Testumgebung unter realen Bedingungen erprobt und weiterentwickelt werden – und schaffen so auch wirtschaftlichen Mehrwert.“

Drohnen und unbemannte Luftfahrtsysteme entwickeln sich zu einer strategischen Schlüsseltechnologie. Sie bieten Lösungen für industrielle, medizinische und gesellschaftliche Herausforderungen und leisten zugleich einen Beitrag zur Stärkung der nationalen und europäischen Sicherheit. Der Kassel Airport in Calden bietet hierfür besonders geeignete Rahmenbedingungen.

Der Aufsichtsrat des Kassel Airport hatte jüngst eine strategische Weiterentwicklung des Flughafens beschlossen. Dabei geht es auch darum, bereits angestoßene Projekte im Bereich unbemannte Luftfahrt und Drohnen auszubauen und neue zu gewinnen. Die Bundespolizei nutzt den Flughafen bereits für Trainings im Umgang mit Drohnen. Davon unberührt ist die kommerzielle Luftverkehrsfahrt, die weiterhin Bestandteil des Flughafens sein wird.

Das Programm Distr@l ist das größte Förderprogramm im Bereich der Digitalisierung in Hessen und ist bereits 2019 initiiert worden. Aktuell sind etwa 170 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 56 Millionen Euro bewilligt worden. Mit einem derzeit laufenden Förderaufruf des Digitalministeriums sollen insbesondere Dual-Use Innovationen unterstützt werden, die zukunftsweisende Synergien zwischen sicherheitsrelevanter Forschung und ziviler Anwendung schaffen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich gerne an: Markus Büttner, Pressesprecher


Quelle:

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