Hessisches Ministerium für Digitalisierung und Innovation

Starke Netze für krisenfeste Zeiten

Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus eröffnet erstes länderübergreifendes Forum für Netzresilienz in Darmstadt

Darmstadt. Vor dem Hintergrund von Extremwetterereignissen, Pandemien, Sabotagen sowie geopolitischen Entwicklungen gewinnt die Widerstandsfähigkeit digitaler Infrastrukturen zunehmend an Bedeutung. Hessen treibt die Entwicklung innovativer Lösungen für digitale Resilienz und krisenfeste Infrastrukturen konsequent voran und nimmt damit bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Der Schutz und die Resilienz von Telekommunikations- und Informationstechnik sind entscheidend, um auch in Krisensituationen handlungsfähig zu bleiben.

Mit dem ersten länderübergreifenden Forum für Netzresilienz wurde nun eine Plattform geschaffen, um sich über Herausforderungen, Lösungsansätze und Best Practices auszutauschen. Mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung kamen dazu in Darmstadt zusammen. Neben Keynotes und Diskussionsformaten wurden konkrete Krisenszenarien beleuchtet sowie kommunale Best Practices und aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt.

„Digitale Infrastruktur ist für alle Bereiche unseres Lebens von zentraler Bedeutung und damit Rückgrat und Achillesferse zugleich. Gerade deshalb kommt es entscheidend darauf an, vorhandene Erkenntnisse und innovative Lösungen zügig in die Praxis zu bringen – für robuste Netze, verlässliche Kommunikation und funktionsfähige Infrastrukturen im Krisenfall. Mit unserem länderübergreifenden Forum möchten wir hierfür ein wichtiges und regelmäßiges Austauschformat schaffen. Umso mehr freue ich mich über das große Interesse an diesem zentralen Zukunftsthema“, sagte Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus zur Eröffnung.

Mit dem Anwendungs- und Transferzentrum Digital Resilience Xchange (DiReX) an der Technischen Universität Darmstadt wurde 2025 ein zentraler Baustein geschaffen, um wissenschaftliche Erkenntnisse über Reallabore, Demonstratoren, Start-up-Förderung und Weiterbildungsangebote direkt in die Anwendung zu bringen. Bereits Anfang 2025 wurde zudem eine Absichtserklärung mit dem Bundesinnenministerium zum Aufbau eines nationalen Zentrums für Digitale Resilienz unterzeichnet. Digitalministerin Sinemus betonte in diesem Zusammenhang, dass Darmstadt und Hessen hierfür optimale Voraussetzungen bieten, da bestehende Projekte wie emergenCITY und DiReX eine starke Grundlage für den Aufbau eines solchen Zentrums bilden. Bereits umgesetzt ist die Koordinierungsstelle für die Resilienz der Netze und Kommunikation beim Breitbandbüro Hessen. Sie dient als zentrale Anlaufstelle für Unternehmen, Kommunen und weitere Akteure, vernetzt relevante Partner, informiert und bündelt Kompetenzen.

Das Forum ist bewusst als länderübergreifendes Format angelegt. Denn Resilienz kann weder ausschließlich auf Landes- noch auf nationaler Ebene gedacht werden, sondern erfordert eine enge Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg.

„Die Katastrophe im Ahrtal hat uns in Rheinland-Pfalz schmerzlich vor Augen geführt, was es bedeutet, wenn digitale Netze zusammenbrechen. Ohne stabile Netze ist eine effektive Krisenbewältigung kaum möglich. Resiliente Infrastruktur heißt daher mehr als die Wiederherstellung des Status quo. Wir müssen aus Krisen lernen und den technologischen Sprung nach vorn wagen: Alte Schwachstellen müssen konsequent durch modernste Glasfasertechnologie ersetzt und durch flexible, europäische Satellitenlösungen als Redundanz abgesichert werden, um unsere digitale Souveränität zu wahren. Daher bin ich dankbar für die heutige Veranstaltung und den Austausch mit Expertinnen und Experten“, so die rheinland-pfälzische Digitalisierungsministerin Dörte Schall.

Mit dem Forum für Netzresilienz wird ein wichtiger Impuls gesetzt, um den Austausch weiter zu stärken und die Umsetzung konkreter Maßnahmen zur Sicherung digitaler Infrastrukturen voranzubringen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich gerne an: Maximilian Gatzer, stellvertretender Pressesprecher


Quelle:

Hessisches Ministerium für Digitalisierung und Innovation
Taunusstraße 3
65183 Wiesbaden

Telefon: +49 611 32 114272
E-Mail: maximilian.gatzer@digitales.hessen.de
Internet: www.digitales.hessen.de

Vielen Dank fürs Teilen: