Hessisches Ministerium für Digitalisierung und Innovation

Hessen bringt digitale Verwaltungsleistungen erfolgreich in die Fläche

Halbzeitbilanz des Pilotprojekts mit dem Bundesdigitalministerium: Hessen zeigt, wie Verwaltungsdigitalisierung bundesweit gelingen kann

Wiesbaden. Schluss mit Formularen und unnötigen Behördengängen: Hessen macht bei der Digitalisierung der Verwaltung Tempo. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) und den hessischen Kommunen bringt das Land fünf Verwaltungsleistungen Schritt für Schritt in die Fläche. Zur Halbzeit des gemeinsamen Pilotprojekts ist klar: Hessen ist nicht nur Pilotland – Hessen zeigt mit der Umsetzung seines konkreten Fahrplans, wie Verwaltungsdigitalisierung flächendeckend bundesweit funktionieren kann.

„Wir stellen nicht einfach digitale Lösungen bereit, sondern begleiten die Kommunen bei der tatsächlichen Umsetzung. Und die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass unser Fahrplan funktioniert: Bei mehreren zentralen Verwaltungsleistungen sind wir bereits weit in der Fläche angekommen. Digitalisierung kann also auch in einem Flächenland mit 421 Städten und Gemeinden und 21 Landkreisen funktionieren. Damit es überall heißt: Amt. Klick. Fertig.“, betont Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus.

Bis Ende 2026 sollen Wohnsitzanmeldung, Führerscheinantrag, Aufenthaltsrecht, Unterhaltsvorschuss sowie immissionsschutzrechtlichen Genehmigungen für den Bau von Industrie- und Gewerbeanlagen größtmöglich flächendeckend in Hessen verfügbar sein. Im April 2026 begann der operative Start des Projekts, mit Stand Ende August ist die Anlagengenehmigung in allen drei Regierungspräsidien und damit hessenweit online verfügbar. Unterhaltsvorschuss und Aufenthalt haben eine hessenweite Flächendeckung von etwa 80 Prozent. Mehr als 90 Prozent der Kommunen bieten die digitale An- und Ummeldung mittlerweile an und auch beim Führerscheintrag liegt Hessen mit 60 Prozent Online-Verfügbarkeit auf Kurs, elf Behörden müssen hier noch angeschlossen werden.

Im September 2025 hatten Hessen und der Bund das gemeinsame Pilotprojekt initiiert. Zusammen mit sechs hessischen Pilotkommunen (Wiesbaden, Kassel, Hattersheim, Heuchelheim, Rheingau-Taunus-Kreis und Wetteraukreis) wurden zunächst die entscheidenden Fragen für einen erfolgreichen Flächenrollout untersucht: Welche technischen Voraussetzungen braucht es? Wo liegen Hürden in den Kommunen? Welche Unterstützung wird vor Ort benötigt? Die Antwort lautet: Nicht jede Kommune muss das Rad neu erfinden. Stattdessen werden vorhandene digitale Leistungen nach dem Einer-für-Alle-Prinzip jetzt mit Tempo flächendeckend in die Kommunen gebracht und durch gezielte Unterstützung vor Ort umgesetzt. Diese Unterstützung ist ein entscheidender Erfolgsfaktor: Sogenannte Roll-in-Teams unterstützen die Verwaltungen nicht nur direkt bei der technischen Anbindung, sondern auch mit persönlichem Austausch und Unterstützung vor Ort.

Der hessische Ansatz stößt inzwischen bundesweit auf Interesse. Was zunächst gemeinsam mit dem BMDS und Bayern als Pilotprojekt gestartet wurde, wird mittlerweile auch von Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen aufgegriffen. „Digitalisierung gelingt dann, wenn gute Lösungen nicht in einzelnen Kommunen bleiben, sondern schnell und praxistauglich in die Fläche kommen. Genau dafür haben wir mit unserem Pilotprojekt die Voraussetzungen geschaffen. Es freut mich, dass unser Ansatz zur Blaupause für eine flächendeckende Verwaltungsdigitalisierung in ganz Deutschland werden kann“, unterstreicht Sinemus.

Bei Nachfragen wenden Sie sich gerne an: Alexandra Groth, stellv. Pressesprecherin


Quelle:

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