Hessisches Ministerium für Digitalisierung und Innovation

„Intelligente Stadtplanung ist mit digitaler Unterstützung deutlich einfacher"

  • Staatssekretär Sölter überreicht Dietzenbach Förderung von rund 395.000 Euro für Ausbau seines Smart City Systems
  • Transfer von anderen Kommunen

Dietzenbach. Die Stadt Dietzenbach verfügt schon über ein funktionsfähiges datenplattformbasiertes Smart City System, mit dem verschiedene Use Cases in Verkehr, Abfallwirtschaft, Bewässerung, Parkraummanagement, Lichtsteuerung sowie Umwelt-Monitoring realisiert werden. Nun sollen ein Energiemonitoring und eine Wintergefahrenerkennung hinzukommen. Möglich wird das Projekt „Dietzenbach Smart Reuse 2026“ durch die Förderung smarter Kommunen und Regionen im Programm „Starke Heimat Hessen“. Staatssekretär Dr. Nicolas Sölter hat den Bescheid über rund 395.000 Euro heute an Bürgermeister Dr. Dieter Lang überreicht.

„Dietzenbach zeigt, wie eine konsequente Entwicklung zur Smart City im Netzwerk mit anderen Kommunen Schritt für Schritt zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger gelingen kann. Intelligente Stadtplanung und der Betrieb einer Stadt können heute mit digitaler Unterstützung deutlich einfacher erfolgen. Die digitale Unterstützung ermöglicht neue Erkenntnisse, bessere Steuerungsmöglichkeiten und genauere Reaktionen. Daher ist es uns ein wichtiges Anliegen, die Kommunen in Hessen auf ihrem Weg der Digitalisierung zu unterstützen“, sagte der Staatssekretär. „Genau für die Nachnutzung bereits erfolgreicher datenplattformbasierter Use Cases, wie Dietzenbach sie plant, haben wir die zweite Förderlinie in unser Förderprogramm aufgenommen.“

Dietzenbach will mit dem Projekt die ökologische Nachhaltigkeit durch ein datenbasiertes Energiemanagement stärken, ebenso wie die betriebliche Effizienz durch automatisierte Abläufe und präzise Datengrundlagen für Verwaltung und Stadtbetriebe. Für die Bürgerinnen und Bürger versprechen sich die Projektverantwortlichen mehr Sicherheit und eine verbesserte Lebensqualität. Dietzenbach greift dabei sowohl auf die eigenen Erfahrungen mit dem bisherigen Einsatz des bestehenden Smart City Systems zurück, als auch auf die Erfahrungen anderer Kommunen.

So übernimmt Dietzenbach zwei Anwendungsfälle von anderen hessischen Kommunen und baut dabei auf dem funktionsfähigen datenplattformbasierten Smart City System, bestehend aus Sensoren, LoRaWAN Hardware, IoT-Backends der Offenen Urbanen Datenplattform, Dashboards und Fachanwendungen auf: Neu aufbauen will Dietzenbach ein Energiemonitoring. Durch die angestrebte Installation von 55 Ausleseköpfen für Stromzähler und 14 für Gaszähler entsteht eine feingranulare, kontinuierliche Datenerfassung, die manuelle Ablesungen ersetzt und den Verwaltungsaufwand deutlich reduziert. Die daraus gewonnene Transparenz erlaubt präzise Analysen, die zu erkennbaren Einsparpotenzialen führen. Andere Kommunen, die solch ein Monitoring bereits erfolgreich betreiben, dienen hier als Vorbilder. Dies gilt auch für den weiteren neuen Use Case, die Wintergefahrenerkennung. Durch den Einbau von Sensoren an neuralgischen Stellen im Boden sowie in Fahrzeugen ist es möglich, mikroklimatische Straßenverhältnisse zu erfassen. Dadurch können im Winter frühzeitig Erkenntnisse über die Straßenverhältnisse gewonnen und der Einsatz von Streusalz genauer erfolgen. Ebenso wird durch die Sensoren es nicht mehr notwendig sein, die Straßen abzufahren, um über einen Winterdiensteinsatz zu entscheiden.

„Die Förderung ermöglicht es uns, die in den vergangenen Jahren aufgebaute Smart-City-Infrastruktur konsequent weiterzuentwickeln. Damit schaffen wir eine wichtige Grundlage für mehr Nachhaltigkeit, Effizienz und Zukunftsfähigkeit unserer Stadt und sparen Stromkosten“, erklärte Bürgermeister Dr. Dieter Lang. „Wir bedanken uns herzlich beim Land Hessen sowie insbesondere bei Dr. Nicolas Sölter für die Unterstützung und die Übergabe des Förderbescheides.“


Hintergrund Förderprogramm „Starke Heimat Hessen“

Mit dem Programm „Starke Heimat Hessen“ werden die Kommunen bei wichtigen Zukunftsprojekten unterstützt. Über die Förderung smarter Kommunen und Regionen im Programm „Starke Heimat Hessen“ stellt das Land seit 2021 rund 15,5 Millionen Euro jährlich für kommunale Digitalisierungsvorhaben bereit. Bisher wurden beziehungsweise werden 149 Vorhaben mit einer Gesamtfördersumme von rund 110 Millionen Euro bewilligt. Seit 2025 ergänzt eine neue Förderlinie das Programm: Sie unterstützt die Nachnutzung erprobter, datenplattformbasierter Lösungen. Seit 2026 können Kommunen im neuen Förderprogramm „kommunal.digital.hessen“ eine Förderung von Basistechnologien zur Verwaltungsdigitalisierung aus Mitteln des Programms „Starke Heimat Hessen“ beantragen.

Um die Kommunen zu unterstützen, Austausch und Vernetzung zu ermöglichen, hat die Hessische Landesregierung im Frühjahr 2020 die Geschäftsstelle Smarte Regionen im Haus der Digitalministerin eingerichtet. Durch die Formate des Wissenstransfers der Geschäftsstelle Smarte Region, etwa durch die Best-Practice-Datenbank oder Erfahrungskreise, profitieren auch nicht geförderte Kommunen von der Förderung.

Nähere Informationen finden Sie unter www.digitales.hessen.de/Foerderprogramme/Starke-Heimat sowie unter www.smarte-region-hessen.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich gerne an: Alexandra Groth, stellv. Pressesprecherin


Quelle:

Hessisches Ministerium für Digitalisierung und Innovation
Taunusstraße 3
65183 Wiesbaden

Telefon: +49 611 32 114273
E-Mail: alexandra.groth@digitales.hessen.de
Internet: www.digitales.hessen.de


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