Hessisches Ministerium für Digitalisierung und Innovation

„Leistungsfähige Infrastruktur ist Grundlage für gleichwertige Lebensverhältnisse"

Taunusstein erhält 3,08 Millionen Euro vom Land Hessen zum weiteren Ausbau des Glasfasernetzes

© HMD / Charline Iacono
Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus hat Bürgermeister Joachim Reimann den Förderbescheid des Landes in Taunusstein übergeben.

Taunusstein. Auch vom dritten Förderaufruf im Bundesprogramm „Gigabitförderung 2.0“ profitieren zahlreiche Kommunen in Hessen – darunter die Stadt Taunusstein. Das Land Hessen unterstützt den weiteren Glasfaserausbau vor Ort mit 3,08 Millionen Euro. Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus hat den Förderbescheid an Bürgermeister Joachim Reimann überreicht. Durch die Förderung werden mehr als 800 private Haushalte und Gewerbeadressen mit zukunftsfähiger Glasfaser versorgt werden.

„Hessen treibt den Glasfaserausbau konsequent voran. Denn eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist die Grundlage für gleichwertige Lebensverhältnisse sowie für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Städte und Gemeinden. Mit der Förderung schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass auch dort, wo ein eigenwirtschaftlicher Ausbau nicht wirtschaftlich ist, Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen Zugang zu Glasfaseranschlüssen erhalten. Dass Hessen inzwischen zu den führenden Flächenländern bei der digitalen Infrastruktur zählt, bestätigt unseren erfolgreichen Kurs“, sagte Digitalministerin Sinemus.

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 7,7 Millionen Euro. Der Bund übernimmt davon 3,85 Millionen Euro, das Land Hessen 3,08 Millionen Euro, die Kommune trägt die verbleibenden rund 770.000 Euro. Seitzenhahn und Watzhahn werden vollständig in das Förderprojekt einbezogen. In Wingsbach, Neuhof, Hahn, Bleidenstadt und Wehen werden die bislang unterversorgten Bereiche ausgebaut. Die Stadtteile Niederlibbach, Orlen und Hambach sind bereits vollständig mit Glasfaser versorgt und daher nicht Bestandteil des Förderprojekts.

Bürgermeister Joachim Reimann: „Mit der Förderung von Bund und Land können wir die noch bestehenden Versorgungslücken schließen. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer flächendeckenden Glasfaserversorgung in allen Taunussteiner Stadtteilen.“ Der Bürgermeister weist darauf hin, dass mit der gesicherten Finanzierung das Vergabeverfahren weiter vorangetrieben werde. Die europaweite Ausschreibung zur Suche nach einem Telekommunikationsunternehmen, das den geförderten Ausbau übernimmt, laufe bereits. Nach aktuellem Zeitplan sei die Vergabe für Dezember vorgesehen. Der konkrete Zeitplan des Ausbaus werde nach der Zuschlagserteilung vom beauftragten Unternehmen festgelegt, die Bürgerinnen und Bürger dann über den weiteren Ablauf informiert. Die Maßnahmen müssen laut Förderkriterien bis 31. Dezember 2030 abgeschlossen sein. „Mit dem Vertragsabschluss ist die Umsetzung für das beauftragte Unternehmen verbindlich. Anders als beim eigenwirtschaftlichen Ausbau handelt es sich nicht um eine unverbindliche Ausbauabsicht, sondern um einen vertraglich geregelten Ausbauauftrag“, unterstreicht der Bürgermeister.

Im Fokus der Förderung stehen insbesondere Gebiete mit einem hohen Anteil unterversorgter Adressen, in denen ein eigenwirtschaftlicher Ausbau durch Telekommunikationsunternehmen nicht wirtschaftlich ist. Mit diesem Aufruf sollen hessenweit rund 20.000 Glasfaseranschlüsse entstehen. Der Bund stellt hierfür rund 90 Millionen Euro bereit, das Land Hessen kofinanziert den Ausbau mit rund 72 Millionen Euro.

Aktuell können mehr als 47 Prozent der hessischen Haushalte auf einen Glasfaseranschluss bis in Gebäude und Wohnungen zurückgreifen. Bei der Glasfaserversorgung der Gewerbegebiete liegt Hessen auf Platz 2 unter den Flächenländern. Dass Hessen beim Ausbau der digitalen Infrastruktur gut vorankommt, belegt auch der Länderindex des Digitalverbands Bitkom. In der Kategorie digitale Infrastruktur verbessert sich Hessen deutlich von Platz 8 im Jahr 2024 auf Platz 2 und erreicht damit die Spitzenposition unter den Flächenländern.

Bei Nachfragen wenden Sie sich gerne an: Alexandra Groth, stellv. Pressesprecherin


Quelle:

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